Die mysteriöse Witwe

Die mysteriöse Witwe

Wer mich kennt, der weiß, ich arbeite viel mit meinen Karten, um mir bestimmte Themen, Konflikte oder auch Situationen anzuschauen.

Entgegen der Erwartung vieler Menschen, dass die Zukunft vorhersehbar sei, muss ich leider anmerken, dass es auch oftmals Dinge gibt, die wir verändern können aus eigener Kraft, indem wir unsere Art und Weise zu denken, zu fühlen oder zu handeln verändern. 

Jeder von uns ist selbst für sein Denken und Handeln verantwortlich, letztendlich lässt sich die wandelbare Matrix mit einem mathematischen Bedingungssatz vergleichen. 

Nun jedenfalls begegnete mir bei einigen meiner Legungen immer wieder die Karte der Witwe an Positionen, wo es gar keinen Sinn ergab, wenn man sie nach ihrer klassischen Deutung berücksichtigen wollte.

Lange stand ich vor dem Rätsel, was denn damit gemeint sein könnte und immer wieder zeigte sich die Karte als männliche Energie – was mehr als seltsam war. 

Letzte Nacht sollte ich jedoch eine Antwort darauf finden, denn nachdem ich mehrmals um Hilfe aus der geistigen Welt gebeten hatte, wurde ich auf einen Post gestoßen, in dem es um das Lied „The Funeral“ von Band of Horses ging. 

Irgendwie kam mir der Titel sehr bekannt vor und ich machte mich auf die Suche nach den Lyrics. 

Da der Text nicht eindeutig war, schaute ich mir an, welche Interpretation der Text für andere Menschen offen lässt und plötzlich verstand ich. 

Es geht um einen Abschied von Vergangenem, einem Leben in Trauer und Leblosigkeit gefangen. Ein Schmerz, den man verdrängt und lieber leidet, als ihn anzunehmen und durch die Tiefe des Gefühls Heilung zu erfahren. 

So langsam ergab es Sinn, warum sich die Witwe als männliche Energie zeigte. Es sollte mir meinen eigenen Schmerz zeigen über eine vergangene Epoche und dennoch sollte ich verstehen, dass dieser Schmerz auf beiden Seiten bestand. 

Ich begriff, dass es Menschen gibt, die Angst haben, sich in die Tiefe ihrer Gefühlswelt zu begeben um durch den Schmerz zu lernen. 

Gerade im Bereich der Dualseelen ist es oft so, dass während der eine den Schmerz volle Kanone abbekommt und ihn verarbeitet, der andere (oft männliche Teil) erst durch diese Verarbeitung lernt, sein Gefühl zu erkennen. 

Auch wenn ich immer dachte, dass man über Gefühle reden muss, bin ich mir inzwischen sicher, dass diejenigen, die wirklich hier sind um ihr Dualthema abzuarbeiten, lernen müssen, alle Facetten zu durchlaufen und dabei auch ohne direkte Kommunikation Nachrichten senden können.

Es gibt Verbindungen, die man egal wie sehr man sich bemüht, nicht trennen kann. 

Vor einigen Monaten habe ich einen Beitrag über die Dualseelen geschrieben und ich bleibe dabei – ich kann nicht verstehen, warum so viele Menschen ihr Dual unbedingt treffen wollen und in der Illusion verweilen, dass alles dann nur Friede, Freude, Eierkuchen wäre. 

Es sind harte Wege, viele Wege und sowohl schöne als auch schmerzliche Momente. Ein Weg, der den Betroffenen viel abverlangt und sich auch auf das kollektive Bewusstsein auswirkt. 

Bitte lasst euch gesagt sein, dass es einfacher ist, einen Wegbegleiter aus einer neutralen Energie zu finden, der frei von jeglicher karmischer Belastung mit euch den Weg gehen kann, als wenn ihr UNBEDINGT ein DUAL finden wollt. 

Wenn es vorherbestimmt ist, und das bestimmen wir Seelen selbst, bevor wir inkarnieren, dann ist es immer mit Aufgaben verbunden, die man lösen will. 

In meiner Geschichte geht es um Versöhnung und Frieden, der wiederhergestellt werden muss, nachdem man sich durch viele Leben „gekämpft“ hat, Machtkämpfe ausgetragen und Rache geübt hat. 

Mir war jedoch nicht klar, dass auch mein Gegenüber aktiv an sich arbeitet – ob bewusst oder unbewusst sei mal so dahingestellt. 

Im Übrigen existiert ein Foto von meinem Gegenpart, auf dem ER, gewollt oder ungewollt, die Karte der Witwe nachgestellt hat. Dieses darf ich aber aus Datenschutzgründen nicht zeigen. 

Das Bild entstand an seinem eigentlich schönsten Tag im Leben, und doch war die Seele traurig…

Manchmal müssen wir verstehen, dass ein JA zu jemand anderem ein NEIN zu uns selbst ist. 

Liebe Grüße
Eure Kati

Urheberrecht: 
©2018 Katja Koller

 
 

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